Förderung

Für eine stärkere Förderung alter traditioneller Rinderrassen und der Mutterkuhhaltung

Die Glanrinder und andere alte traditionelle Rinderrassen* bedürfen politischer und finanzieller Unterstützung!

Meist sind es einzelne Landwirte und Landwirtinnen auf familiengeführten landwirtschaftlichen Klein-, Nebenerwerbsbetrieben aber auch manchen Haupterwerbsbetrieben, die mit viel Engagement und Herzblut diesen alten Nutztierrassen das Überleben sichern.

Die Haltung alter traditioneller Nutztierrassen ist jedoch oft wenig wirtschaftlich, aber wichtig für den Erhalt genetischer Tierressourcen und sensibler Biotope, Naturschutzflächen und Kulturlandschaften.

Praktisch alle alten traditionellen Rinderrassen werden in Mutterkuhhaltung gehalten.

Gerade die Mutterkuhhaltung
- prägt das Landschaftsbild durch Weidehaltung und Bewirtschaftung meist kleinräumiger,
  vielseitig strukturierter Landschaften mit oft hoher Biodiversität,
- Ist gelebtes Tierwohl mit enger Kalb-Kuh Verbindung, Haltung im Herdenverbund,
  vielen Monaten Weidegang und zumeist Stroh-Einstreu-Laufställen im Winter,
- Erzeugt einnaturbelassenes Rindfleisch-Qualitätsprodukt mit hoher regionaler Identität
- Stärkt den ländlichen Raum durch regionale und kleinräumige Wertschöpfungsketten
  und erfüllt damit in höchstem Maße die gesellschaftlichen Erwartungen an die Landwirtschaft.

Zum Erhalt dieser alten traditionellen Rassen fordern wir daher:
- Beibehaltung der direkten Förderung für Einzeltierealter traditioneller Rassen
- Wiedereinführung der Förderung im Saarland
- Förderung des Marketing und der Markenbildung für naturbelassenes Weidefleisch
- Unterstützung beim Ausbau der regionalen Vermarktung und
  kleinräumiger Wertschöpfungsketten
zum Verkauf an Endverbraucher
- Förderung des Absatzes an Kantinen und Gemeinschaftsverpflegungsstellen
- Beibehaltung der Förderung der Zucht- und Öffentlichkeitsarbeit

*Zu den alten traditionellen, vom Aussterben bedrohten Rinderrassen zählen u.a.:
Rotbuntes Niederungsrind, Glanrind, Rotvieh der Zuchtrichtung Höhenvieh, Deutsches Schwarzbuntes Niederungsrind, Ansbach-Triesdorfer Rind, Deutsches Shorthorn, Gelbvieh, Limpurger Rind, Rotvieh alter Angler Zuchtrichtung, Pinzgauer Rind, Murnau-Werdenfelser Rind, Braunvieh alter Zuchtrichtung, Angler Rind, Hinterwälder und Vorderwälder Rind.

In Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland wird die Glanvieherhaltung bezuschusst.
Die Prämienzahlung ist länderspezifisch geregelt und liegt derzeit zwischen € 50.- und € 200.- je förderfähigem Tier.

 

WICHTIG
für die Förderung der Erhaltungszucht Glanrind
in Rheinland-Pfalz

Sicherheitshalber machen wir unsere Mitglieder hiermit noch einmal darauf aufmerksam:

Seit 2013 werden keine Antragsformulare verschickt, sondern müssen aus dem Internet heruntergeladen werden und dann ausgefüllt an die DLR-Westpflaz zugestellt werden.
Wer keinen Internetzugang hat, dem sendet die DLR natürlich - auf Anfrage - Unterlagen zu. 


Antragsformulare können auch hier herunterlegeleden werden:

EGR-Antrag
Förderung der Erhaltung von genetischen Ressourcen in der Landwirtschaft
(Erhaltung genetischer Ressourcen - EGR)

Bescheinigung „förderfähige Zuchttiere“
zum Antrag auf Förderung der Erhaltung genetischer Qualität (Erhaltung genetischer Qualität)“


Auch 2017 stehen die veranschlagten Mittel zur Förderung des Glanrindes in Rheinland-Pfalz zur Verfügung.

- Anträge bis 01. September 2017 einreichen –

Die Förderung der Zucht oder Haltung der in der  Roten Liste des Fachbeirates für Tiergenetische Ressourcen aufgeführten Tierrasse Glanrind wird in Rheinland-Pfalz auch 2017 fortgeführt. 

Förderfähig sind Glanrinder, die im Zuchtbuch des  Fleischrinder-Herdbuch Bonn e. V (Hauptabteilung A) eingetragen sind und damit am Erhaltungszuchtprogramm des Fleischrinder-Herdbuch Bonn e. V. teilnehmen.

Dies schließt ein, dass die Tiere:

o am Tag der Antragstellung mindestens 2 Jahre alt sind
  - 3jährige und ältere weibliche Tiere müssen einmal gekalbt haben und bonitiert sein -,

o einen Glanblutanteil >15 % (> 20% bei ab 01.01.2014 geborenen Tieren)
  und einen Anteil an Einfarbig Gelbem Höhenvieh (EGH) > 75% (> 80% bei ab 01.01.2014 geborenen Tieren) haben

o sowie von einem gekörten Bullen abstammen.

o Förderfähige männliche Tiere müssen gekört sein.

Gefördert werden Landwirte und sonstige Tierhalter, die über einen Zeitraum von fünf Jahren Glanrinder halten und ihren Betrieb selbst bewirtschaften. Ausgenommen sind Unternehmen, bei denen die Kapitalbeteiligung der öffentlichen Hand mehr als 25 v. H. des Eigenkapitals des Unternehmens beträgt und Betriebe, die mehr als 250 Personen im letzten Rechnungsabschlussjahr beschäftigen und einen Jahresumsatz von mehr als 50 Mio. EUR oder eine Jahresbilanzsumme von mehr als 43 Mio. EUR haben.

Die Zuwendungen werden in Form von Zuschüssen gewährt. Es können jährlich bis zu 200 € je förderfähigem Zuchttiere gewährt werden. Zusätzlich können bis zu 240 € je Tier (GVE) für die Bereitstellung von förderfähigen Zuchttieren für den Embryotransfer oder die Samengewinnung gewährt werden, wenn entsprechende Abrechnungen über in den letzten 12 Monaten vor Antragstellung durchgeführte Maßnahmen dem Antrag beigelegt werden.

Antragsformulare und nähere Informationen zur Förderung der Erhaltung genetischer Ressourcen in der Landwirtschaft erhalten Sie über die Internetseiten unter www.DLR.rlp.de, Portal Förderung und Qualität > Tiergenetische Ressourcen.

Wer über die neueste Software (Adobe Reader XI) verfügt, kann die Daten der Förderfähigen Tiere nun auch für spätere Anträge speichern.

Wenn Sie förderungs- oder verwaltungsrechtliche Fragen haben, können Sie sich gerne an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gruppe „Tierzucht und Qualitätsprüfung“ des DLR Westpfalz (Bewilligungsbehörde) wenden. Die Zuwendungen sind mit schriftlichem Antrag nach vorgegebenem Muster und den erforderlichen

Nachweisen bis 01. September 2017 zu beantragen:
Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Westpfalz,
- Abteilung Landwirtschaft -,
Neumühle 8,
67728 Münchweiler/Alsenz.